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Trotz höherer Prämien: Nur 6 Prozent wechseln Autoversicherung

45 Prozent der Autobesitzenden mit Autoversicherung haben eine Prämienerhöhung erhalten. Trotz hohen Sparpotenzials haben allerdings nur sechs Prozent die Versicherung gewechselt.

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Magdalena Soll

10.03.2026

Eine Person berechnet auf einem Taschenrechner die Prämien für die Autoversicherung.

iStock / Thai Noipho

1.Prämienschock 2026: Fast die Hälfte zahlt mehr für ihre Autoversicherung
2.Nur die wenigsten haben die Versicherung gewechselt
3.Kündigungsrecht bei Prämienerhöhung

1. Prämienschock 2026: Fast die Hälfte zahlt mehr für ihre Autoversicherung 

Gemäss einer repräsentativen Umfrage von Comparis zahlen 45 Prozent der Versicherten 2026 mehr für ihre Autoversicherung als noch 2025. Über ein Drittel davon zahlt sogar über 100 Franken mehr. 

Dabei zeigt sich auch ein regionaler Unterschied: In der Romandie mussten mehr Versicherte einen Prämiensprung von über 200 Franken hinnehmen als in der Deutschschweiz. 

Gemäss Comparis-Finanzexperte Harry Büsser sind die Prämienerhöhungen meist aber nicht auf selbst verschuldete Faktoren zurückzuführen. Denn: 80 Prozent der Befragten gaben an, im vergangenen Jahr keinen Schadensfall gehabt zu haben. Trotzdem hat fast jede zweite versicherte Person eine Prämienerhöhung von ihrer Versicherung erhalten.

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Die repräsentative Befragung wurde durch das Marktforschungsinstitut Innofact im Auftrag von Comparis im Januar 2026 unter 1’026 Autobesitzenden in allen Regionen der Schweiz durchgeführt, die eine Autoversicherung abgeschlossen haben. 

Repräsentativität bedeutet: Die Teilnehmenden einer Umfrage spiegeln die gesamte Zielgruppe gut wider. Wichtige Merkmale wie Alter, Geschlecht oder Wohnregion sind ähnlich verteilt wie in der ganzen Bevölkerung. So lassen sich die Ergebnisse besser auf alle übertragen.

2. Nur die wenigsten haben die Versicherung gewechselt 

Obwohl fast die Hälfte der Versicherten eine Prämienerhöhung erhalten hat, haben nur etwa sechs Prozent die Versicherung gewechselt. Dabei hat mehr als die Hälfte der wechselnden Personen mindestens 200 Franken gespart.

Treue ist sympathisch, aber bei Versicherungen selten ein Sparmodell. Wettbewerb funktioniert nur, wenn Konsumentinnen und Konsumenten regelmässig prüfen, ob das Preis-Leistungs-Verhältnis noch stimmt. Versicherte, die das nicht tun, zahlen wahrscheinlich unnötig viel.

Portraitbild von Comparis-Immobilien- und Finanz-Experte Harry Büsser
Harry BüsserComparis-Finanzexperte

Es bestehen ausserdem grosse Prämienunterschiede zwischen den Versicherten. Die meisten Personen zahlen zwischen 500 und 1’200 Franken pro Jahr. Ein Drittel zahlt allerdings mehr als 1’200 Franken. Nur acht Prozent der Befragten zahlen weniger als 500 Franken Autoversicherungs-Prämie pro Jahr.

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3. Kündigungsrecht bei Prämienerhöhung 

Bei einer Prämienerhöhung haben Sie ein ausserordentliches Kündigungsrecht. Allerdings weiss fast ein Drittel der Befragten nichts davon. 

Wer sein Sonderkündigungsrecht nicht kennt, bleibt bei der gleichen Versicherung. Das verhindert, dass sich der Wettbewerb zwischen den Versicherern voll entfalten kann.

Portraitbild von Comparis-Immobilien- und Finanz-Experte Harry Büsser
Harry BüsserComparis-Finanzexperte

Auch bei der Wahl der Garage setzen viele Versicherte auf die teurere Variante: 44 Prozent gehen für die Reparatur in eine Marken- oder Vertragsgarage. Dabei sind die Reparaturen dort oft teurer als in einer freien Garage. Diese suchen immerhin 43 Prozent der Befragten auf. 

Comparis-Finanzexperte Harry Büsser macht die richtige Garagenwahl vom Alter des Autos abhängig: «Während der Garantiezeit ist die Markengarage sinnvoll. Danach sind freie Garagen oft günstiger – bei vergleichbarer Qualität.» 

Comparis-Tipp: Vergleichen Sie Autoversicherungen und prüfen Sie, ob der Einschluss der freien Garagenwahl zu einer Erhöhung der Autoversicherungs-Prämie führt.

Dieser Artikel wurde erstmals produziert am 10.03.2026

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