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Das ändert sich 2026: Steuern, Gesundheitskosten und Wohneigentum

2026 bringt in der Schweiz mehrere Änderungen mit sich. Comparis gibt einen Überblick über die wichtigsten Neuerungen.

Léa Lendi
Léa Lendi

16.12.2025

Bild eines Taschenrechners mit einer Schweizerfahne

iStock / Andrzej Rostek

1.Neuerungen 2026: Das Wichtigste in Kürze
2.Was ändert sich im Bereich Steuern?
3.Was ändert sich im Immobilienbereich?
4.Was ändert sich beim Thema Gesundheit?
5.Was ändert sich im Bereich Energie?
6.Was ändert sich im Bereich Digitalisierung?
7.Welche regionalen Änderungen stehen an?

1. Neuerungen 2026: Das Wichtigste in Kürze 

2026 erwarten Sie unter anderem diese Neuerungen: 

  • Steuern: Beim Eigenmietwert, bei Kryptos und bei der Verlustverrechnung ändern sich wichtige Regeln. 

  • Gesundheit: Neue Arzttarife, günstigere Impfungen und ein höheres AHV-Alter betreffen viele Haushalte. 

  • Bauen und Wohnen: Käuferinnen und Käufer von Neubauten erhalten mehr Rechte bei Baumängeln. 

  • Energie: Für Solar- und Ökostrom gelten neue Vergütungen. 

  • Digitalisierung: Ein einheitliches Login reicht künftig für viele Behördendienste. 

  • Regional: Moutier gehört neu zum Kanton Jura. 

2. Was ändert sich im Bereich Steuern? 

Eigenmietwert und Zweitliegenschaften 

Der Eigenmietwert für selbstbewohntes Wohneigentum soll auf Bundesebene abgeschafft werden. Stattdessen ist eine neue Objektsteuer für Zweitliegenschaften geplant. Das kann Eigentümer, vor allem von Ferien- und Anlageobjekten, je nach Ausgestaltung entlasten oder stärker belasten. Die Reform ist beschlossen, tritt aber frühestens 2028 in Kraft. 2026 ist wichtig für die konkrete Umsetzung. 

Verrechnung von Verlusten 

Verluste bei der direkten Bundessteuer sollen neu voraussichtlich 10 statt 7 Jahre geltend gemacht werden können. Das gilt nur für Verluste ab dem Steuerjahr 2020. Das erleichtert die Planung für Personen mit schwankendem Einkommen oder unregelmässigen Wertschriftenerträgen. 

Automatischer Informationsaustausch für Krypto 

Für Kryptowerte soll ein automatischer Informationsaustausch zwischen Steuerbehörden eingeführt werden. Wer Krypto-Investments hält, muss damit rechnen, dass diese Bestände künftig standardisiert an den Wohnsitzstaat gemeldet werden. Steuerhinterziehung mit digitalen Assets wird damit deutlich erschwert. 

Mindestbesteuerung grosser Konzerne 

Die Regeln zur Mindestbesteuerung grosser Konzerne werden an die internationalen OECD/GloBE-Vorgaben angepasst. Für Privatpersonen in der Schweiz sind vor allem indirekte Effekte relevant, etwa durch Firmenstandorte oder kantonale Steuerpolitik. 

3. Was ändert sich im Immobilienbereich? 

Ab 1. Januar 2026 gilt im Obligationenrecht ein zwingendes Nachbesserungsrecht bei Neubauten. Bei Baumängeln haben Eigentümerinnen und Eigentümer damit immer Anspruch auf Behebung, auch wenn der Vertrag etwas anderes sagt. 
Das stärkt die Position von Käufern und Bauherrschaften gegenüber Bauunternehmen. 

4. Was ändert sich beim Thema Gesundheit? 

Befreiung bestimmter Impfungen von der Franchise 

Bestimmte von Fachgremien empfohlene Impfungen sollen künftig nicht mehr unter die Franchise fallen. Das bedeutet, dass Versicherte künftig dafür nur noch den Selbstbehalt zahlen müssen. Dadurch werden präventive Impfungen finanziell attraktiver – besonders für Familien und Personen mit hoher Franchise.  

Neue Arzttarife 

Mit Tardoc kommt eine neue Tarifstruktur für ambulante Arztleistungen. Diese wird ergänzt durch Pauschalen für bestimmte ambulante Behandlungen. Ziel sind mehr Kostentransparenz und eine realistischere Abbildung des Behandlungsaufwands. Das kann je nach Behandlung und Versicherungsmodell zu höheren oder tieferen Rechnungen führen.  

AHV-Referenzalter Frauen 

Im Rahmen der AHV-21-Reform steigt das Referenzalter der Frauen weiter an. Für den Jahrgang 1962 gilt ab 1. Januar 2026 ein Referenzalter von 64 Jahren und 6 Monaten. Damit wird die schrittweise Angleichung an das Männerreferenzalter fortgeführt. 

5. Was ändert sich im Bereich Energie? 

Erneuerbare Energien 

Ab dem 1. Januar 2026 wird die Abnahme von Strom aus erneuerbaren Energien neu geregelt. Betreiber von Photovoltaik- und anderen Anlagen erhalten eine marktbasierte Vergütung mit garantierten Mindestansätzen. Dadurch können die Einnahmen zwar stärker schwanken, gleichzeitig sorgen die Mindestansätze für mehr Planungssicherheit 

6. Was ändert sich im Bereich Digitalisierung? 

AGOV-Login 

Das neue AGOV-Login wird schrittweise zum Standardzugang für die Online-Dienste des Bundes. Spätestens bis 31. Oktober 2026 sollen Bürgerinnen und Bürger damit Portale wie Steuern oder Sozialversicherungen mit nur einem Login nutzen. Bestehende Zugänge müssen dafür bei Bedarf auf das neue System umgestellt werden. 

7. Welche regionalen Änderungen stehen an? 

Die Gemeinde Moutier wird durch einen Bundesbeschluss offiziell dem Kanton Jura zugeordnet.  
Für die Bevölkerung ändern sich dadurch kantonale Zuständigkeiten wie Steuern, Schule und Gesundheitswesen. 

Dieser Artikel wurde erstmals produziert am 20.12.2023

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